Tag 31 & 32: Das Niš-Virus

Der Artikel über unser Reiseprojekt scheint der Raststätte bei Passau keinen Besucheransturm zu bescheren. Immer noch fahren alle Autos mit Passauer Kennzeichen von der Raststätte direkt ab – oder aber es ist die Polizei in Zivil. Man kennt sich mittlerweile, wir grüßen uns freundlich. Auch mit einigen Fahrlehrern sind wir bereits per Du. Leider will keiner der Fahrschüler das Fahren mit Anhänger üben.

Nachdem wir längst unseren Negativrekord im Warten auf deutschem Boden eingestellt haben, fragen wir uns, ob wir uns in Niš irgendetwas eingefangen haben. Verhindert ein aus Serbien eingeschlepptes Virus die Weiterfahrt? Hat sich unser Körpergeruch nach langer Zeit ohne Dusche in Wohnwagen, Kleidung und Hautporen derart festgesetzt, dass wir immer noch stinken? Ist unser Wohnwagen unbemerkt Opfer serbischer Sprayer geworden? Oder haben wir einfach unser Tramper-Mojo eingebüßt?

Woran es liegt wird wohl unbeantwortet bleiben, denn wir trauen uns nicht, mit der Frage „Stinke ich?“ nichtsahnende Autofahrer zu überfallen. Dieter jedenfalls, der uns schließlich mitnimmt, scheint nichts zu bemerken, oder der leckere Kaffeegeruch in seinem Auto überlagert unseren Duft einfach. Eine Raststätte geht es mit kurzem Zwischenstopp weiter. Unsere Hochrechnung ergibt, dass wir bei gegenwärtiger Geschwindigkeit Kassel bereits in 27 Tagen erreichen.

An der nächsten Raststätte ist echt wenig los. Auch am darauffolgenden Tag nimmt der Verkehr nur kaum zu. Eine große Überraschung allerdings hat sich für heute angekündigt, wir bekommen Besuch! Anne hat den weiten Weg aus Kassel auf sich genommen, um unserem Wohnwagen seinen süßen Zwillingsbruder vorbeizubringen. Wer sie auseinander halten kann, sei aufgefordert, den großen Bruder über unser Kontaktformular zu benennen. Wir wissen, dass es schwer ist, eine Schätzantwort ist ausreichend. Dem Sieger des Rätsels winkt ein Überraschungsgewinn!

Unser Strahlen über Annes Besuch zieht den goldigen Toni an. Der Edelmetallankäufer findet uns glänzend – und wir ihn. So heißt es nun Stehen ist Silber, Fahren ist Gold und Toni zieht uns an die nächste hochkarätige Raststätte auf halbem Weg nach Nürnberg. Sind wir das Niš-Virus endgültig losgeworden? Wir vermuten, dass die heimische Luft Wohnwagen und Körper geheilt hat. Die nächsten Tage werden zeigen, ob das so ist.

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Ein Kommentar

  1. Peter · Juli 15

    Hallo ihr TOP-PILOTEN,alle Achtung !!!!! Ich habe nicht geglaubt, das ihr überhaupt so weit kommt. Schade das schon in Serbien Schluß war. Meine Vorhersage hat aber zugetroffen (fast). Mut hattet ihr aber trotzdem gehabt.Die nächste Aktion macht ihr mit dem Gleitschirm. Wenn da was nicht geht, geht ihr einfach!!! Euer Fliegerpeter wünscht Euch alles GUTE !

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